Catalonia Castles
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Alt Empordà 9.–15. Jahrhundert

Burg Requesens

Eine romantische neomittelalterliche Burg tief in einem alten Korkeichenwald nahe der französischen Grenze, umgeben von außergewöhnlicher Artenvielfalt.

Burg Requesens

Versteckt im weitläufigen Korkeichenwald der Serra de l’Albera, nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt, wirkt das Castell de Requesens wie eine Burg aus einem Märchen — vor allem deshalb, weil das, was Besucher heute sehen, eine neugotische Rekonstruktion ist, die über das mittelalterliche Original gebaut wurde.

Die erste Burg an diesem Standort stammt aus dem 9. Jahrhundert, erbaut von fränkischen Herren zum Schutz der östlichen Pyrenäenpässe. Sie wechselte mehrfach den Besitzer, bevor sie an das Haus Requesens kam, eine der berühmtesten Dynastien der katalanischen Geschichte. Lluís de Requesens, der bekannte Admiral und Statthalter der spanischen Niederlande im 16. Jahrhundert, war ein Nachkomme dieser Familie.

Die mittelalterliche Burg verfiel im 17. und 18. Jahrhundert in Ruinen. In den 1880er Jahren wurde sie vom Marquis von Robert erworben, der eine romantische neugotische Rekonstruktion im damals in Europa modischen Stil in Auftrag gab. Die heutige Silhouette — mit spitzen Türmen und Zinnenbekrönung — stammt aus dieser Zeit, obwohl sie echtes mittelalterliches Mauerwerk einbezieht.

Heute wird die Burg von der Diputació de Girona verwaltet und liegt in einem geschützten Naturraum, der für seinen alten Korkeichenwald, megalithische Denkmäler (in der Nähe befinden sich mehrere Dolmen) und reiche Vogelwelt bekannt ist. Die Kombination aus wildem Wald, prähistorischen Steinen und Märchenburg macht Requesens zu einem der atmosphärischsten Reiseziele im Hinterland der Costa Brava.

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